Schlagzeilen
Sowohl im Gemeinderat als auch im Familienausschuss haben die Vertreter der Liste JUF gegen den Vorschlag des Gratiskindergartenjahres für Dreijährige gestimmt.
Das mag – angesichts des starken Engagements von JUF in Sachen Kinderbetreuung – erstaunen, hat aber wohlüberlegte Gründe:
Erstens ist dieses Gratisjahr – auch im Hinblick auf die in den kommenden Jahren zu erwartende enge Budgetlage der Gemeinde und auf voraussichtlich weitere Gesetzesänderungen im Bereich der Kinderbetreuung – ein wahrscheinlich einmaliges, wir können ruhig sagen, „WahlZuckerl“.
Und damit unfair nicht nur allen nachkommenden Generationen von Dreijährigen im Kindergarten gegenüber, sondern auch gegenüber den Vier- und Fünfjährigen: Die gehen zwar aufgrund der Landes- und Bundesförderungen gratis in den Kindergarten, deren Eltern haben aber kein Anrecht auf das Kindergeld plus. Das steht nur Dreijährigen zu – und somit sind die Kinder dieser Altersklasse doppelt gefördert.
Manch einer mag uns jetzt vorwerfen, dass wir den Kleinen und ihren Eltern diesen Vorteil nicht gönnen. Das hat nichts damit zu tun. Wir hätten die ca. 7.300,00 Euro, welche der Gemeinde durch die Gratisbetreuung der Dreijährigen im Jahr 2009/10 grob gerechnet entgehen, lieber in weitere Qualitätsverbesserungen für alle (Kindergarten)Kinder gesteckt. Mit diesen Geldern hätten wir einiges Nachhaltiges finanzieren können: Denn es gibt – trotz der kürzlich erweiterten begrüßenswerten Angebote – noch viel zu tun.
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